Ankommen im Paradies und sich wie ein Star fühlen

 In Allgemein, Walflüsterin 2018

Lange hatte ich auf den Moment hingefiebert, in dem ich in der Dominikansichen Republik landen und meinen „Job“ als Walflüsterin antreten würde. Am Samstag den 3. Februar war es dann endlich soweit. Bei heftigem Schneeregen war ich morgens um sechs Uhr in Pforzheim gestartet und am gleichen Abend schon, habe ich die Bucht von Samaná im warmen Licht der untergehenden Sonne überflogen.

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Meine Nase hatte ich ans Fenster gedrückt, in der Hoffnung schon beim Überflug einen Blick auf die Wale erhaschen zu können. Ich sah die Küstenlinie unter mir, das türkisblaue Meer und auch die ersten Palmen waren  aus der Luft auszumachen. Leider keine Wale – was angesichts der Höhe wohl auch etwas illusorisch war. Trotzdem war es unheimlich faszinierend, meinen zukünftigen Arbeitsplatz aus der Luft zu sehen! Wer kann das schon von sich sagen, sein neues Büro zuerst überflogen und dann erst betreten zu haben?

Der Flughafen von Samaná, auf dem ich gelandet bin, ist gemütlich und übersichtlich. Hier landen derzeit nur eine handvoll Chartermaschinen und das macht ihn super angenehm. Als sich die Flugzeugtür geöffnet hatte und ich die ersten Schritte übers Rollfeld gemacht habe, fühlte es sich an wie im Paradies anzukommen. Die Sonne tauchte alles in warmes Licht, ein warmes Lüftchen umwehte meine Nase und es war selbst am Abend noch angenehm warm.

Und dann erwartete mich ein Empfang, der mich echt umhaute! Vom Tourismusverband waren Abgeordnete gekommen und auch ein Kameramann sowie ein Fotograf warteten auf mich. Ich wurde interviewt und durfte über meine neue Aufgabe berichten. Die anderen Passagiere des Flugzeugs liefen an mir vorbei und verfolgten das Treiben. Ich fühlte mich ein klein wenig wie ein Rockstar!

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Und als ob das nicht schon genug Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, rief direkt aus der Masse der an der Passkontrolle anstehenden Menschen noch jemand meinen Namen! Dazu hielt die Person einen Zeitungsartikel hoch, worin über meinen Job als Walflüsterin berichtet wurde und fragte nach einem Autogramm! Ich bin rot angelaufen. Es war ein Paar aus meinem Nachbarort, das den Artikel gelesen hatte und mich umbedingt treffen wollte. Sie ahnten, dass wir im selben Flugzeug sitzen würden.  Ich konnte es kaum fassen, dass jemand von mir ein Autogramm haben will! Ich freue mich so über die neue Bekanntschaft und das Interesse an der Walflüsterin 2018.

Auf der Fahrt zu meiner Unterkunft sehe ich Palmen an mir vorbei rauschen, kleine Häuschen und das bunte Leben der Dominikaner auf den Straßen. Das Meer konnte ich zwar noch nicht sehen, weil es inzwischen dunkel geworden war, aber ich schlafe an diesem Abend zum Rauschen der Wellen todmüde aber glücklich im Paradies ein.

 

 

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