Christoph Kolumbus und seine Spuren

 In Dominikanische Republik

Er suchte einen westlichen Seeweg nach Asien und entdeckte dabei Amerika. Von der Insel Hispaniola war Kolumbus sehr beeindruckt. Er lobte ihre Schönheit und Üppigkeit und baute hier die erste europäische Siedlung in der neuen Welt. Diese kann man heute noch besichtigen.

Mit großer Motivation machte sich Christoph Kolumbus im August 1492 auf ins Ungewisse: Die spanischen Könige hatten ihm ein Zehntel der Reichtümer versprochen, die er in der Neuen Welt entdecken sollte. Am 3. August 1492 verließen seine drei Segelschiffe „Santa Maria“, „Nina“ und „Pinta“ den Hafen der südspanischen Hafenstadt Palos. Nach einem Stopp auf den Kanarischen Inseln, wo Proviant geladen wurde, startete die Flotte zur Fahrt über den Ozean.

Im Zentrum von Santo Domingo steht ein Denkmal zu Ehren des großen Entdeckers Christoph Kolumbus

Kolumbus war begeistert von seiner Entdeckung

Am 6. Dezember 1492 erreichte er die Insel Hispaniola, die sich heute die Länder Dominikanische Republik und Haiti teilen. Was er dort sah begeisterte Kolumbus. „Gebirgszüge, Hügel, Auen, Felder und Land sind so lieblich und ergiebig, um anzupflanzen und auszusähen, um Viehzucht zu betreiben“, schrieb er – grammatikalisch nicht ganz richtig – in sein Bordbuch. Die „Santa Maria“, sein Flaggschiff, sollte ihren Heimathafen nicht wieder erreichen: Auf der Fahrt entlang der Küste von Hispaniola lief sie an Weihnachten 1492 auf eine Sandbank. Kolumbus gab das Schiff auf und ließ aus dem Wrack das Fort „Navidad“ (auf Deutsch: „Weihnachten“) erbauen, die erste europäische Siedlung in der neuen Welt. Mit der „Nina“ segelte er im Januar 1493 nach Hause. Als er zurückkam, fand er das Fort „Navidad“ zerstört vor. Doch er gründete eine neue Siedlung. Auf der Landspitze Kap Isabela kann man noch immer das Ruinenfeld dieser ersten Kolonialstadt Amerikas besichtigen. Auch die Casa Almirante, das Haus, in dem Kolumbus residierte, wurde rekonstruiert.

Viele Paläste und Kirchen in Santo Domingo stammen aus der Zeit von Diego de Colón, Christoph Kolumbus‘ Sohn

Kolumbus‘ Sohn Diego regiert die Insel

1509 wurde Kolumbus‘ Sohn Diego de Colón Vizekönig in der neu gegründeten Stadt Santo Domingo. Aus dieser Zeit sind noch einige Kolonialbauten im Stil der isabellischen Gotik, einer spanischen Variante der Spätgotik erhalten, etwa das Casa del Cordón in Santo Domingo. Aus Korallenkalkstein erbaute Wohnhäuser, Kirchen und Klöster erzählen von dieser Zeit und begeistern als älteste Kolonialgebäude Amerikas die Besucher der Dominikanischen Republik. Nach dem 16. Jahrhundert verblasst der Name Kolumbus oder Colón in der Karibik.

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