Die erste Stadt der neuen Welt

 In Dominikanische Republik

Santo Domingo, die Hauptstadt der Dominikanischen Republik, atmet Geschichte. Sie wurde von Christoph Kolumbus‘ Bruder Bartolomeo als erste Stadt der neuen Welt errichtet. Die Kolonialzone der Altstadt zählt auch deshalb seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Stadtplaner hatten sich für Santo Domingo etwas ganz Besonderes vorgenommen: Sie wollten eine Idealstadt gründen und bauten Santo Domingo wie auf dem Reißbrett. Rechtwinkelig angelegte Straßen mit einem zentral gelegenen Platz (des Plaza Mayor) – so wurde Santo Domingo zum Schmuckstück der Renaissance. Von hier herrschten die Spanier über die neu eroberten Gebiete: Im spanischen Kolonialreich war die Stadt Sitz des Gouverneurs und der „Real Audiencia“, einem Treffen der Elite der neuen Welt. Heute ist Santo Domingo mit seinen knapp eine Million Einwohnern eine quirlige, lebhafte Stadt.

Die Basilica „Menor de la Virgen de La Anunciación“ wurde im 16. Jahrhundert als erste Kathedrale der neuen Welt gebaut.

Älteste Kathedrale Amerikas

In Santo Domingo steht die älteste Kathedrale Amerikas. Die Basilica „Menor de la Virgen de La Anunciación“. Sie wurde im Jahr 1540 eingeweiht und gilt laut UNESCO als „Architekturwunder der Kolonialstadt“. Doch die Kathedrale blieb unvollendet: Weil sich viele der am Bau beteiligten Arbeiter lieber auf Goldsuche machten, konnten die Türme nicht wie geplant gebaut werden– bis heute. In der Kirche ruhten bis 1992 die Gebeine von Christoph Kolumbus. Anlässlich der 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas wurden diese aber in den neugebauten Monumentalbau „Faro a Colón“ gebracht.

Der Palast „Alcázar de Colón“ ist eine der vielen Zeugnisse für die Kolonialgeschichte der Insel

Palast „Alcázar de Colón“

Christoph Kolumbus‘ Sohn Diego, damals Vizekönig des Landes, ließ von 1510 bis 1514 diesen prachtvollen Palast aus Korallensteinen bauen – der Sage nach ohne einen einzigen Nagel! Hier residierte der Vizekönig und damit der Sitz der spanischen Kolonialregierung in der Neuen Welt sechs Jahrzehnte lang. Die historisch restaurierten Räume bergen heute ein Museum, in dem Besucher der Lebenswelt der Kolonialbeamten nachspüren können.

Die vielen Cafés der Stadt laden zum Verweilen ein

 

Strandpromenade „Malecon“

„Eine der größten Freiluftdiskos der Welt“, so beschreiben Besucher die Strandpromenade. Hier kann man flanieren, einen Cocktail trinken – oder einfach nur sehen und gesehen werden.

 

 

 

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