Die Wale verabschieden sich

 In Die Wale

Ende Januar sind sie nach Samaná gekommen, jetzt verabschieden sich die Meeressäuger wieder von der Dominikanischen Republik. Heute (15.März) endet dort offiziell die Walsaison.

Die Wale schwimmen nun zurück in die Nordmeere, wo sie den Sommer verbringen. Es sind ihre Fressgründe, dort jagen sie Unmengen an Krill – damit sie im Winter wieder stark genug für die Reise in den Süden sind.

Doch was haben die Wale die vergangenen Wochen in Samaná gemacht?

Paarung und Geburt finden bei Buckelwalen immer in den warmen tropischen Meeren nahe des Äquators statt. Hier verbringen die Wale die Wintermonate von Mitte Januar bis Mitte März. Die Jungen haben bei ihrer Geburt noch nicht die schützende Fettschicht der ausgewachsenen Wale. Deshalb würden sie in den kalten Polarmeeren erfrieren. Das Waljungen muss nach seiner Geburt schnell zunehmen, es bekommt deshalb auch besonders fettreiche Milch zu trinken. Nach wenigen Wochen kehrt es dann gemeinsam mit der Mutter in die Meere vor Grönland, Neufundland und Neuengland zurück.

Whale Watching

Die Wale in der Bucht von Samaná sind also „Wiederholungstäter“ – sie kommen jedes Jahr wieder und wurden auch selber in der Bucht geboren, deren flache Gewässer die Walkälber gut vor Haiangriffen schützen.

Die männlichen Buckelwale singen in der Brunftzeit ihre wunderschönen Lieder, von denen vermutet wird, dass sie zum einen die Weibchen beeindrucken und zum anderen andere Männchen imponieren sollen. Dabei vollführen die Meeresgiganten imposante Sprünge.

Übrigens: Die Wale besuchen Samaná seit sehr langer Zeit. Bereits auf Höhlenzeichnungen der Taino-Indianer, den Ureinwohnern der Dominikanischen Republik, sind Wale zu sehen. Und auch Christoph Kolumbus hat im Jahr 1492, als er an der Nordküste anlegte, in seinen Logbüchern von Walsichtungen berichtet.

 

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