Die Zeit fliegt! Woche Nummer zwei in Samaná ist schon vorbei..

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….tatsächlich nähert sich schon die zweite Woche ihrem Ende, jedenfalls laut Kalender. Es kommt mir nicht im geringsten so vor, als wäre schon ein halber Monat vergangen. Das mag zum einen an meinem geregelten Tagesablauf liegen (aufstehen, frühstücken, irgendeinen verfügbaren, fahrbaren Untersatz zum Hafen finden, Wale photographieren, mit den Passagieren plaudern, wieder abenteuerlich zurück ins Hotel gelangen, Abendessen, posten, todmüde und zufrieden ins Bett fallen;) ), zum anderen daran, dass die entspannte Art der Dominikaner die Zeit fast still stehen lässt. Für die meisten ist Hektik ein Fremdwort und jeder lässt sich gerne auf einen Plausch ein, auch wenn er gerade mitten in seiner Arbeit steckt. Das karibische, viel entspanntere Leben lässt mich die Augenblicke viel mehr genießen und den doch manchmal leider hektischeren Alltag im kalten Deutschland vergessen. Viel schöner ist es doch, auf dem Boot in der Sonne zu sitzen, den Horizont nach Zeichen von walischer Aktivität abzusuchen und ansonsten das Wiegen der Wellen zu genießen. Tatsächlich waren wir wieder sehr erfolgreich: erneut trafen wir auf eine Gruppe Buckelwale, in der sich dieses Mal drei Männchen um ein Weibchen „kloppten“… Man stelle sich vor, bei uns ginge eine Dame flanieren, umringt von mehreren Herren, die sich alle um sie herum schlagen, schubsen und sich gegenseitig die Haare ausreißen und das bloß, um sie ein Stückchen ihres Weges begleiten zu dürfen. Dann tauchen alle paar Stunden neue Herausforderer auf und die Prügeleien wiederholen sich. Das kann Tage dauern, bis endlich der Edward oder Christian Grey unter den Buckelwalen auftaucht, das Weibchen in seinen Bann schlägt und die ewig währende Liebe bei Sonnenuntergang mit ihr feiert… immerhin bis zu 30 Sekunden. Nur etwa so lange dauert das Liebesspiel nach dem ganzen Gerangel. Kein Wunder, dass da nicht mehr so viel Energie in den eigentlichen Akt gelegt werden kann. Kim beschreibt die Zusammenkunft des Liebespaares als „short und sweet“ :D Soviel heute zum Liebesleben der Buckelwale. Danach stießen wir wieder auf Grommet und ihren Nachwuchs, was immer ein schönes Erlebnis ist, da die beiden zumeist schöne Motive garantieren, im Gegensatz zu unseren tollwütigen Wettbewerbsflirtern, deren Aktivitäten sich unter Wasser abspielen. Bisher haben wir vier Mütter mit Kälbern entdeckt und hoffen auf mehr! Morgen kommen schon die Journalisten, um mich für knapp eine Woche zu begleiten und mit mir die Schönheit der Dominikanischen Republik weiter zu erkunden! Ich muss gestehen, dass ich kaum weiß, was auf mich zukommt. Die Fragen für das Interview wurden mir zwar geschickt, allerdings weiß ich nicht, wie viele Reporter kommen und wie das generell aussehen wird. Ich hätte zwar einfach fragen können, aber dann wäre ja die Überraschung dahin :D Aber ich weiß, dass der Wasserfall „Salto El Limón“, der Nationalpark „Los Haitises“, kulinarisch-besondere Restaurants (yummy) der ganzen Gegend und mein persönlicher Favorit: „Zipline in Samaná“ auf dem
Programm stehen! Also dann, ich bin schon ganz gespannt und werde mich bald wieder melden. Eure Walflüsterin2017 ;)

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Cayo Levantado
Das wunderschöne türkisblaufarbende Wasser der „Bacardi-Insel“ lädt immer zu einem Besuch ein. Irgendwann springe ich nochmal vom Boot und steige an dem kleinen Steg aus, um nach Spuren des alten Werbespots zu suchen!

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Bei einer unserer Touren waren wir auf einmal von Delfinen umringt. Sogar von mehreren Gruppen, bestehend aus „Atlantic Spotted Dolphins“ und „Bottlenosedolphins“. Dabei schwamm ein Pärchen immer wieder an uns vorbei und es waren ein Fleckendelfin und ein Bottlenosedolphin -Freundschaften entstehen bei Delfinen auch über die Art hinaus.

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Ein anderer Delfin ließ sich von uns nicht beeindrucken und spielte viel lieber mit dem Seegras, welches im Wasser herumschwamm. Immer wieder versuchte er es mit seiner Schnauze oder seiner Rückenflosse zu erhaschen und hatte offensichtlich viel Spaß dabei.

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Grommets neugieriger Spross selbst näherte sich schnurstracks und geradezu unserem Boot. Unser furchtloser Kleiner drehte erst knapp vor dem Bug ab, vermutlich nachdem Mami ihn ärgerlich zurück an ihre Seite gerufen hatte.

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Wale springen, wenn sie glücklich sind, aber auch um Parasiten zu entfernen, um Weibchen zu beeindrucken, um andere Wale vor ihrem „Territorium“ zu warnen oder wenn sie gestresst und wütend sind – Auf einmal sprang Grommet komplett und ohne Vorwarnung aus dem Wasser, es ging so schnell, dass ich nur meine Kamera hoch reißen und sie knapp knipsen konnte. Das war scheinbar ihre ärgerliche Antwort auf den ungehorsamen Nachwuchs.

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*KABOOOOOM* macht es nur, wenn sich knapp 40 Tonnen Lebensgewicht auf die Wasser-oberfläche klatschen lassen.

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Und hier noch ein Bild, welches die Atmosphäre der Gegend einfängt. Ein paar Kinder spielen ganz entspannt am Strand, das Meer rauscht, die Wellen wiegen und das sorglose Lachen der Kinder erfüllt die Luft. Samaná, ich liebe dich :)

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