Eigentlich zurück in Deutschland, aber im Geiste noch in der Karibik!

 In Dominikanische Republik, Unser Projekt

Statt 26°Grad und das Rauschen des Meeres im Hintergrund sind es nun nun 6°Grad und der Regen trommelt gegen mein Fenster. Ich kann es gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist, soviel ist jeden Tag passiert. Soviel Neues habe ich jeden Tag gesehen. Soviel Überraschendes habe ich über Buckelwale erfahren. Und so viel Tolles erlebt. Nun hat mich der Alltag fast wieder, doch die Erinnerungen bleiben mir. Vor allem an meine letzten Bootsfahrten mit der „Pura Mia“ und der Crew von Whale Samaná. Das Schiff legt ab, Kim begrüßt die Gäste an Bord, stellt die Crew vor und fängt an über die Buckelwale zu erzählen, denn wenn wir welche sehen, soll jeder wissen was wir gerade beobachten. Damit nicht alle im ersten Taumel der Euphorie wild durcheinander laufen, wird eine Ordnung festgelegt: Das Boot ist die Uhr der Rumpf stellt 12 Uhr dar und das Heck 6 Uhr. Rechts ist es dann 3 Uhr und links 9 Uhr. Wenn also ein Wal auftaucht, wird bspw. gerufen „Whale on 2 o’clock“ und jeder weiß er muss nach rechts vorne schauen. So bleibt ein Chaos aus und jeder hat die Chance einen Blick zu erhaschen. Beschließen die Wale uns warten zu lassen und
haben keine Lust aufzutauchen, erzählt Kim etwas über den Nordatlantischen Buckelwal, seine Merkmale, die Bedrohungen denen er ständig ausgesetzt ist und seine Besonderheiten. 85 % dieser Buckelwalpopulation findet sich jährlich hier in Samaná ein. Schätzungsweise gibt es etwa 15-16000 Tiere im Nordatlantik, das ist zwar nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Population, aber
immerhin das 15 bis 16-fache seit 1966, damals wurden die Buckelwale als „stark bedroht“ eingestuft. Der einstmals viel bejagte Wal muss heute nur noch die Grönländer und Jäger von St.Vincent und die Grenadinen fürchten. Diese beiden Nationen bestehen auf ihr „kulturelles Erbe“ und ihr Sonderrecht Buckelwale zu jagen. Als Konsequenz werden jährlich 14 Buckelwale zum Abschuss freigegeben, deren Fleisch in touristischen Restaurants und dänischen Supermärkten verkauft wird oder an den Stränden von Saint Vincent und den Grenadinen vergammelt… Desweiteren sind lose herumtreibende oder schlecht platzierte Fischernetze und zu schnell rasende Boote eine große Gefahr. Bereits in der ersten Januar Woche diesen Jahres wurden drei junge Buckelwale an der Küste vor Maine von motorisierten Booten überrascht und zogen sich tödliche Verwundungen durch die Schiffsschrauben zu. Diese Gefahren könnten vermindert werden, denn die Wale sind in küstennahen Gewässern unterwegs und wenn jedes Boot seine Geschwindigkeit
drosselte, sodass jeder Wal die Chance hat rechtzeitig auszuweichen, müssten nicht so viele Wale sterben. Auch deswegen bedankt sich Kim am Ende jeder Fahrt bei ihren Gästen, denn so zeigen sie das „Whalewatching“ besser ist als „Whale hunting“. Außerdem wird durch die zahlreichen Touristen, die jedes Jahr wegen der Wale kommen, den Einheimischen ein wichtiger Anreiz geschaffen diese Tiere zu beschützen und ihren Lebensraum zu erhalten. Denn sind die Wale weg bricht auch der Öko-Tourismus ein.
Also: Wer etwas Gutes für die Buckelwale tun möchte, dem kann ich nur empfehlen einen traumhaften Urlaub in der Karibik, am besten in Samaná, zu verbringen und diese charmanten Riesen einmal vor Ort zu bewundern :) Das fördert den einheimischen Tourismus und damit schützt es die dortige Flora und Fauna. Karmakonto bereichert !

Ich hoffe meine Beiträge und Photos haben euch gefallen, mich hat diese Zeit absolut begeistert und ich kann es gar nicht erwarten die Dominikanische Republik erneut zu besuchen. Vielen Dank an alle, die diese Berichte fleißig verfolgt, gelesen, geliked und geteilt haben :)

Mit allerbesten Grüßen
Alina Eure Walflüsterin 2017

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Ein Regenbogen am Horizont. Samaná ist der grünste Teil der Dominikanischen Republik, daher ist
dort auch am meisten Niederschlag. Tropische Regenfälle sind ein recht nasses Ereignis, aber oft
muss man nur ein bisschen die Gegend absuchen und findet einen Regenbogen und die Sonne ist
nie weit entfernt. :)

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Diese coolen gelben Vintage Schulbusse aus den USA finden sich hier recht häufig bspw. als
Mitarbeitertransportbusse. Manchmal werde ich auch von so einem mitgenommen, das ist ganz
schön cool :D

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Und auf der Whalewatchtour haben wir wieder das Glück ein springendes Walkälbchen zu sehen :)
Es ist Moana, das kleine Weibchen welches von einem Geburtstagskind nach dem neuen Disneyhit
benannt wurde.

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Und so springt sie fröhlich um unser Boot herum, ein Spektakel welches jung und alt begeistert :)

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Hoch und runter: mal schaut sie unser Boot an, mal springt sie in die andere Richtung, sodass wir
einen guten Blick auf Klein Moana von allen Seiten werfen können.

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Schließlich springt sie nur wenige Meter neben unserem Boot hoch und wir sind alle ganz aus dem
Häuschen…

…aber Mama nicht! Einmal mit der Schwanzflosse fest auf die Wasseroberfläche geschlagen und ihr
Kälbchen kommt zurück. Ja scheinbar müssen die aufmerksamen Walmutter ihren neugierigen
Nachwuchs des Öfteren in seine Schranken weisen. Dieses Verhalten haben wir nun öfter gesehen
und das „Mutter sein“ ist wohl bei keiner Säugetierart ein Zuckerschlecken!

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Und dann verabschieden sich Baby Moana und ihre Mami gemeinsam gen tiefere Gewässer und wir
uns zurück zum Hafen. Was für eine wundervolle Sichtung, ihr werdet mir fehlen!

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Tatsächlich tauchte noch ein paar auf, vermutlich ein Weibchen in männlicher Begleitung. Das
Männchen platschte immer wieder seine weißen Flipper auf das Wasser und das Weibchen zeigt uns
seine schicke Fluke, bevor es abtaucht.

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Zum Abschied gibt es noch ein Gruppenbild mit der Besatzung von der „Pura Mia“ unserem Schiff.
(von links nach rechts: Fatima, die deutschsprachige Expertin; Olmedo, die helfende Hand; Kim
höchstpersönlich; Pipo, unser zuverlässiger Kapitän; meine Wenigkeit; Michelle, die andere
helfende Hand; Rose Mary, französischsprachige Expertin und Eva, unsere Photographin.

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