Ein Ausflug in den Nationalpark Los Haitises

 In Allgemein, Walflüsterin 2018

Auf den Spuren der Ureinwohner und der Piraten führt uns heute unser Ausflug in den Nationalpark Los Haitises. Dort soll es Höhlen mit imposanten Karstbildungen, Felsmalereien der Indios und Inseln voller einzigartiger Vögeln geben – so habe ich es gehört.

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Wir machen uns mit dem Katamaran auf den Weg. Von der Bucht von Santa Barbara de Samaná geht es über das Meer zu den vielen kleinen Inseln, die Teil des Naturschutzgebiets sind. Schnell wird uns klar, warum die Natur so schützenswert ist. Sie ist Heimat von vielen Vögeln, Tieren und einer einzigartigen Natur! Reiher und Fregattvögel nisten hier und Pelikane fischen neben uns im Wasser, als wir langsam um die Vogelinseln herumschippern.

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Nachdem wir eine Weile diesem munteren Treiben zugeschaut haben, fahren wir mit dem Katamaran in die Mangrovengebiete. Dort steigen wir aus und gehen zu Fuß weiter zu einer Höhle. Beim Betreten macht sich sofort Abenteuerlust in mir breit. Ob hier Piraten in früheren Zeiten einen Schatz vergraben haben? Die Kulisse bietet sich definitiv dazu an und es ist ein leichtes sich vorzustellen, wie sie hier ihre Raubgüter vergraben haben.

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Mich als Walflüsterin aber erwartet ein ganz anderes Hightlight! Denn in der Tiefe der Höhle entdecke ich die Zeichnung eines Wales! Auch die Indios, die hier einst gelebt haben, haben diese einzigartigen Tiere schon beobachtet und das Erlebnis kreativ festgehalten. Durch unseren Guide erfahren wir alles über die Lebensgewohnheiten der Tainos, der Entdeckung der Höhlen durch die Europäer und dem Schutz dieses einzigartigen Naturguts.

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Zurück auf dem Katamaran bewundere ich noch einmal staunend den Mangrovenwald. Die Natur ist wirklich ein Zauberer und ich genieße es, die verschlungenen Wurzeln der Bäume und das dichte Blätterwerk auf mich wirken zu lassen. Ebenso geht es auch den anderen in der Gruppe.  Hier wird mir wieder einmal bewusst, wie wichtig Naturschutz und nachhaltiger Tourismus sind.

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Ein nur winzig kleiner Bereich dieses riesigen Gebiets ist für Besucher zugänglich. Das ermöglicht es Tieren und Pflanzen, sich voll zu entfalten. Leider haben wir an diesem Tag kein Glück: Manatees, das sind große Seekühe, oder Delfine, sehen wir nicht. Aber das ist auch nicht weiter schlimm, denn als Walflüsterin habe ich schnell noch einen Buckelwal für unsere Gruppe herbeigeflüstert. Für viele ist es der erste Kontakt mit den Meeressäugern und der krönende Abschluss eines gelungenen Tages.

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