Eine stürmische Geschichte

 In Dominikanische Republik

Die Geschichte der Dominikanischen Republik ist genauso spannend wie stürmisch. Sie reicht von den indigenen Taino, über die „Entdeckung“ durch Christoph Kolumbus bis zu den demokratischen Reformen unter Leonel Fernández.

In der Dominikanischen Republik kann man nicht nur hinreißende Naturschauspiele – wie die Wale –  beobachten, das Land hat auch eine reiche Geschichte zu bieten: Als erste Bewohner kamen die Ciboney,

Die Taino bemalten die Wände von Hölen mit fantasievollen Malereien.

die um das Jahr 2500 v. Chr. über Mexiko und Kuba einwanderten, auf der Insel an. Erste Siedlungsspuren zeugen von diesem indigenen Volk. Doch bald wurden sie von den Taino-Indianern verdrängt, die aus dem Gebiet des heutigen Venezuela kamen. Die Taino hinterließen viele Spuren: In den vielen Höhlen der Insel malten sie mystische Zeichen an die Wand. Auch Begriffe wie „canoa“ (Kanu) oder „tabaco“ (Tabak) sind von ihnen überliefert, genauso wie ihre spezielle Art, Holzhäuser mit Satteldach und Veranda zu bauen.

 

 

Kolumbus nennt die Insel „La isla espagnola“

Als Christoph Kolumbus am 6. Dezember 1492 die Insel „entdeckte“, begrüßten ihn die Ureinwohner freundlich. Kolumbus nannte die Insel, die sich heute Haiti und die Dominikanische Republik teilen, „La isla espangnola“, was später zu „Hispaniola“ wurde. Die Taino nannte er „Indianer“, da er sich in Indien wähnte. Kurz nach der Kolumbus‘ Ankunft wurden Städte wie die spätere Hauptstadt Santo Domingo gegründet. Den Ureinwohnern erging es jedoch schlecht: Sie wurden von den Neuankömmlingen aus Europa vertrieben und bekämpft. Diese dunkle Zeit brachte Lateinamerikas ersten Widerstandskämpfer hervor: Guarocuya, der von den Spaniern Enriquillo genannt wurde. Er verschanzte sich im Jahr 1517 mit den letzten überlebenden Taino in den Bergen und kämpfte gegen die Spanier. Heute wird er von den Dominikanern als Freiheitsheld gefeiert.

Christoph Kolumbus erreichte Hispaniola am 6. Dezember 1492. Heute erinnert eine Statue in Santo Domingo an den großen Entdecker.

 

Stürmische Zeiten

In den darauffolgenden drei Jahrhunderten zankten sich die Spanier und die Franzosen um die Insel, die sie mal dem spanischen, mal dem französischen Kolonialreich zuschlugen. Ab dem Jahr 1838 kämpfte Juan Pablo Duarte mit seinen Kameraden vom Geheimbund „La Trinitaria“ für die Unabhängigkeit der Insel. Doch erst 1865 waren seine Anstrengungen erfolgreich: Die Spanier zogen ab und die Dominikanische Republik wurde ein unabhängiges Land. In den darauffolgenden Jahrzehnten erlebte das Land einige Invasionen der US-Amerikaner und eine Diktatur. Seit dem Jahr 1996 herrscht in der Dominikanischen Republik Demokratie. Der damals demokratisch gewählte Staatspräsident Leonel Fernández führte vielerlei Reformen, unter anderem des Bildungswesens, durch. Die Dominikanische Republik ist heute ein sicheres Reiseziel mit gastfreundlichen Menschen – und vielen interessanten Zeugnissen aus ihrer spannenden Geschichte.  Darauf kann sich der Walflüsterer 2018 schon freuen!

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