„Jeder kann etwas für den Schutz der Wale tun“

 In Die Wale, Walflüsterin 2019

Interview mit Svenja Kluge, Walflüsterin 2019, über nachhaltige Walbeobachtung und ökologischen Tourismus auf Samaná.

Wie versucht man auf Samaná die Wale zu schützen?

Svenja: Es gibt klare Regeln, an die sich Anbieter von Bootstouren halten müssen. Etwa, dass sie nicht zu weit an die Tiere heranfahren dürfen oder sich nur wenige Boote einem Tier nähern dürfen. Die Organisation CEBSE wacht darüber, dass diese Regeln eingehalten werden.

Svenja unterwegs als „Monitorer“ für CEBSE. CEBSE  achtet darauf, dass jeder sich an die Regeln für die Walbeobachtung hält.

Gibt es auch Strafen, für diejenigen, die sich nicht daran halten?

Ja. Wer zum Beispiel auf einen Wal zurast und dabei gesehen wird, dem drohen Sanktionen. Die Mitarbeiter von CEBSE fahren in die Bucht hinaus, um das Verhalten der Anbieter der Bootstouren zu kontrollieren. Sie notieren Verstöße und die Bootnummern der Verursacher und melden das an die Behörden. Diese können dann Verwarnungen oder Geldstrafen verteilen.

Wie kann jeder Reisende selbst etwas für den Schutz der Wale tun?

Wichtig ist, ein größeres Boot eines professionellen Anbieters zu wählen. Dann sind weniger Boote auf dem Wasser, die Wale werden weniger gestört. Und natürlich: Plastik vermeiden! Das kann jeder, indem er zum Beispiel wiederverwendbare Trinkflaschen auf den Ausflug mitnimmt.

Svenja mit dem Team von Whale Samaná. Kim Beddal (ganz rechts) ist Gründerin von Whale Samaná und Pionierin bei der nachhaltigen Walbeobachtung.

Wie kann ich in der Dominikanischen Republik nachhaltig reisen?

Man kann die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, etwa die GuaGuas. Das sind Kleinbusse, die sehr günstig sind und in denen man viele Einheimische trifft.   Außerdem empfiehlt es sich lokal zu essen und einzukaufen, also etwa frisches Obst auf den vielen Märkten zu kaufen oder in einem einheimischen Lokal zu essen.

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