Mein erster Arbeitstag als Walflüsterin

 In Allgemein, Walflüsterin 2018

Aufgeregt war ich an meinem ersten Arbeitstag in meinem neuen Job als Walflüsterin. Man weiß ja nie, was einen erwartet. Immerhin hatte ich einen Tag Zeit meinen Jetleg zu überwinden, mich einzufinden und die ersten Erkundungen zu machen. Natürlich gingen diese zunächst ans Meer.

Am Montag war der Beginn meiner ersten Arbeitswoche. Ein Mitarbeiter der Naturschutz-Organisation CEBSE holte mich am Morgen ab und fuhr mit mir zu den Räumlichkeiten vor Ort. Ich wurde den Mitarbeitern vorgestellt und durch die Büroräume geführt. Dann  schlenderten wir durch das angeschlossene Walmuseum. Hier bekam ich gleich eine Lektion in Wal-Wissen. Das Team ist unheimlich nett und gibt sich richtig viel Mühe, mir alles ausführlich zu erklären, was manchmal gar nicht so einfach ist. Ich spreche noch kein gutes Spanisch und in englischer Sprache ist es für sie holprig. Aber wir finden Wege zum Austausch und irgendwie ist das dann schon wieder lustig, so mit Händen, Füßen und Google-Translator.

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Aber nicht nur das, ich darf auch gleich mitarbeiten. Das Team plant ein Walfestival und ich bringe meine Ideen mit ein. So wird es bei den Wettkämpfen keinen Metallpot als Siegertrophähe geben, der irgendwo in Asien produziert wurde, sondern ein Gefäß aus nachhaltigem Material mit dem Design eines lokalen Künstlers – mein Vorschlag. Der Künstler soll eine Trophäe in Form eines Wals erschaffen, die einzigartig ist und zum Projekt passt. Damit würde man die Region unterstützen, nachhaltig handeln und der Marke „Wal“ treu bleiben, so meine Argumentation. Das ist doch viel besser als ein blechender Topf der irgendwo in China produziert wurde!

Und auch beim Webdesign darf ich mich einbringen. Es gibt ein Problem mit der WordPress-Seite von CEBSE und das Team findet einfach den Fehler nicht. Also fragen sie mich. Es ist für mich nicht einfach, am Computer die spanische Navigation zu nutzen, aber ich finde tatsächlich den Fehler! Eines der Plugins hatte das Problem produziert. Ich deaktiviere es, wir beheben den Fehler und alle sind happy. Besonders ich, weil ich das Gefühl habe, etwas beigetragen zu haben.

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Am Nachmittag geht es dann aufs Boot! Wir fahren zur Cayo la Farola, eine kleine Insel, die für den Tourismus eröffnet werden soll. Dazu ist, auch mit Hilfe Deutschlands, ein kleiner Wanderweg angelegt und ein Aussichtsturm aufgestellt worden. In Zukunft wird man hier mit dem Boot anlegen  und den Blick über das Meer und die Wale genießen können. Unsere Aufgabe heute ist es, die Hinweisschilder für die Touristen anzubringen.

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Nachdem die Arbeit getan ist, gibt es zur Belohnung einen Sprung ins türkisblaue Meer! So lobe ich mir einen erfolgreichen Arbeitstag, besonders weil ich mich sinnvoll einbringen und Spaß dabei haben konnte!

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