Samaná Bay und die Wale – Seit Jahrhunderten verbunden

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Bis zu 6000 Kilometer wandern die Buckelwale alljährlich aus dem kalten Nordatlantik bis in die Bucht von Samaná. Nachdem sie sich in den planktonreichen atlantischen Gewässern für die Reise gestärkt haben, paaren sie sich in der Karibik – oder bringen nach einer Tragzeit von rund 12 Monaten ihre Jungen zur Welt. Die Kälber sind bei ihrer Geburt 4 bis 4,5 Meter lang und zwischen einer und zwei Tonnen schwer. Ausgewachsen erreichen sie später einmal bis zu 30 Tonnen und eine Länge von bis zu 18 Metern.

In den flachen Gewässern der Bucht von Samaná können die Buckelwalweibchen ihre Jungen ideal vor Hai-Attacken schützen. Die Kälber nehmen täglich bis zu 50 Kilogramm der fetten Muttermilch zu sich und können dadurch einen halben Meter pro Monat wachsen – und ihr Gewicht innerhalb eines halben Jahres verfünffachen. Nach der Geburt ist das warme Wasser der Samaná Bay besonders wichtig für die Kälber: Noch fehlt ihnen die schützende Fettschicht. Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass das warme Wasser die Fortpflanzung begünstigt. Auch in der Paarungszeit vollführen die Tiere ihre beeindruckenden Sprünge. Beim Abtauchen zeigen die Buckelwale die charakteristische Rückenkrümmung, der sie ihren Namen verdanken. Eine Besonderheit der Buckelwalmännchen ist ihr überaus vielfältiger Gesang: Das Laut-Repertoire reicht von Trompetenstößen bis zu lang gezogenen Quietschlauten.

In der Dominikanischen Republik hat das Center for the Conservation and Eco-Development of Samaná Bay and its Surroundings (CEBSE) bereits 1994 wegweisende Regeln für eine naturverträgliche Walbeobachtung etabliert. So stehen die Chancen gut, dass auch in Zukunft zahlreiche Buckelwale in die Bucht von Samaná wandern. Dass sie bereits seit Jahrhunderten hierher kommen, beweisen Höhlenmalereien der Ureinwohner ebenso wie Aufzeichnungen von Christopher Kolumbus.

Lest mehr über den Schutz der Buckelwale hier.

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