Samaná – Die Ankunft – Erste Eindrücke sortieren

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Nach den ersten paar Tagen ist bereits soviel passiert, dass es gar nicht so einfach ist, einen zusammenhängenden Text zu schreiben, der nicht völlig wirr klingt! Also wird dieser erste Eintrag ein kleiner Überblick meiner bisherigen Erlebnisse sein:
Zunächst einmal sitze ich gerade bei Vollmond, Kerzenschein und Räucherstäbchen (die ich mir aus Deutschland zur Moskitoabwehr mitgenommen habe) auf meinem Balkon in Samaná bei angenehmen 25 °C und lausche dem Rauschen des Meeres. Nicht zu vergessen mit meinem köstlichen Margarita Strawberry, den mir Carlos gemixt hat… eventuell könnte es auch der dritte sein, was erklärt, warum Carlos inzwischen mein Lieblingsbarkeeper geworden ist! Aber im Ernst: die Dominikaner an sich sind sehr freundlich und einnehmend, klar, die „Chicos“ flirten sehr offensiv, aber nicht aggressiv. Inzwischen wurde ich diverse Male mit einer Blume, bzw. deren Schönheit
verglichen und habe derart viele Komplimente bekommen, dass ich mich fast schon selbst heiraten würde! Ach! Was heißt fast, ich bin so umwerfend, ich warte nur auf meinen Antrag! Aber ab von der Lobhudelei ist es auch landschaftlich paradisisch hier, das Meer leuchtet in verschiedensten Blau- und Türkistönen, der Strand ist weiß und die Vegetation üppig und grün.
Überall wuchern, ranken und wachsen die exotischten Pflanzen, Samaná ist eine der Kokussnusspalmen reichsten Gegenden und viele andere Pflanzen, mir unbekannter Art, sind hier heimisch. Es wirkt wie ein urzeitlicher Dschungel, von Zeit zu Zeit durchsetzt mit bunten Häusern der Dominikaner. Und erst die Wale hier: Seit dem 18. Januar verging kein Tag der Crew von Whale Samaná, an dem sie nicht zumindest einen, wenn nicht ein Dutzend dieser einzigartigen Meeresriesen erspäthen. Dabei kommen die unterschiedlichsten Konstellationen der sonst einzelgängerischen Tiere zustande: Als Paar (Weibchen & Männchen ) oder Mutter mit Kalb, wahlweise mit männlicher Begleitung, oder als Gruppe von bis zu vier männlichen Tieren, die um die Gunst eines Weibchens werben oder jugendlichen Walen, die manchmal zu zweit unterwegs sind und manchmal nicht so schnell einem Geschlecht zugeordnet werden können. Bisher war ich sechs mal mit draußen auf Tour und es wird nicht langweilig. Zwischendurch können einem hier auch Fleckendelfine begegnen, die das Boot begleiten und neugierig aus dem Wasser linsen. Gerade durch das Suchen nach Walen und deren Atemfontänen vergeht die Zeit wahnsinnig schnell und alles bleibt spannend. Am Ende des Tages habe ich so viele Photos, so dass es Stunden dauert, sie zu sortieren und die besten zu entdecken. Es bleibt aufregend! Soweit so gut! Für die nächsten Blogeinträge schweben mir Themen vor: Das Vorstellen der Crew von Whale Samaná, damit ihr auch wisst, wie Kim und ihr Team überhaupt aussehen, dann einer über die Buckelwale und ihre Besonderheiten und so weiter. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, freue ich mich über jeden Kommentar und jede Anregung. Schreibt mir, was ihr wissen wollt und was euch interessiert; Vielleicht etwas über die einheimische Küche, bzw. die Nationalgetränke? :D
Lasst es mich wissen!! Con muchos saludos la susuradora de ballenas 2017! ;)

 

cebse

Nach meiner Ankunft im Hotel morgens (und insgesamt 15 Stunden Anreise) wurde ich direkt um 10 Uhr von lokalen Journalisten, Amado Sella (dem Direktor der örtlichen Tourismusbehörde) und Patricia Lamelas (Präsidentin von Cebse) in Empfang genommen und einem Großteil der Cebse-Crew vorgestellt. Ich freue mich schon, sie besser kennen zu lernen!

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Nach der ersten Vorstellungsrunde lud mich Amado Sella zum Mittagessen ein
und plauderte mit mir über seinen, manchmal sehr herausfordernden Beruf. Tja, deutsche Bürokratie und Ordentlichkeit sind nicht in jedem Land so eine Tugend. Dafür sind Speis und Trank in der Karibik äußerst schmackhaft. Prost!

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Zum Abschluss gab es einen Mama Juana, quasi ein dominikanisches
Nationalgetränk, welches die Männer stark und die Frauen glücklich machen soll :D Dennoch bevorzuge ich einen Piña Colada.

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Whale Samaná: Mein erster Blick auf das Office von Whale Samaná. Das Schild ist nicht zu übersehen und zeigt direkt einen nordatlantischen Buckelwal, mit seinen spezifischen weißen „Flippern“.

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Meine erste Walsichtung! Zwei halbstarke, entspannt durch das Wasser pflügende Buckelwale! Sie sind zu jung um Weibchen zu umwerben oder, falls es Weibchen sind, umworben zu werden. Die schöne, sorglose Zeit der Jugend. Nebenbei lernen sie etwas Sozialverhalten bei den Anderen und ansonsten machen sie nur die Gegend unsicher. Wir Säugetiere sind doch alle gleich.

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Meine zweite Walsichtung war tatsächliche eine Truppe, bestehend aus fünf (!) Walen. Was recht ungewöhnlich ist. Scheinbar muss das Weibchen, welches von vier Männchen umgarnt wird, besonders schöne Flossen haben. Auch wenn wir über Wasser nicht allzu viel mitbekommen, so spielt sich unter Wasser ein regelrechtes Rugby-Spiel ab. In diesem wollen die Bullen ihre Stärke
beweisen und sich selbst als perfekten Papa für die nächste Generation präsentieren… zumindest biologisch. Die Aufzucht obliegt den Weibchen allein. Kerle! Sich prügeln ja, Windeln wechseln nein!

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Und jedes Mal brechen die Whale-Watcher in Jubel aus, wenn ein Wal nicht nur seinen Rücken, sondern auch seine Schwanzflosse präsentiert. Diese ist nicht nur ein schönes Photomotiv, sondern auch der persönliche Fingerabdruck des Wales, was es möglich macht, ihn zu identifizieren und zu katalogisieren. Manche Wale sind seit 40 Jahren wiederholt in Samaná gesehen worden.

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