Vom Baum in den Mund – Zu Besuch bei einer Kakao-Farm

 In Walflüsterin 2018

Zugegeben, man sieht es mir an, dass ich Schokolade liebe. Ehrlich gesagt, ich verleugne es auch gar nicht. Eine Welt ohne die süße Köstlichkeit wäre für mich undenkbar. Umso größer war meine Vorfreude auf meinen Tagesausflug zu einer Kakao-Farm. Hier sollte ich endlich lernen, wie aus einer Frucht die leckere Verführung entsteht.

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Von Samaná aus ging es mit dem Bus nach „La Esmeralda„, das ist in der Umgebung von „San Francisco de Macorís“.

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Als sich die Türen unseres Gefährts öffneten, schlug mein Herz höher! „Was für eine herrliche Anlage“, dachte ich mir. Sattes Grün, farbenfrohe Häuser, bunte Dekorationen und prachtvolle Blüten empfingen mich. Alles sanft umschmeichelt von einer zarten Kakaonote.

Denn sofort wird mir ein Becher mit einem frisch zubereitetem Heißgetränk angeboten. Ich habe die Wahl zwischen Kakao mit Milch oder Wasser. Kakao mit Wasser – das gibt es bei uns nicht. Ich bin neugierig und zu meinem Erstaunen schmeckt die Wasser-Variante wider Erwarten kein bisschen fad. Im Gegenteil, ich bin begeistert! Das werde ich auch einmal daheim ausprobieren.

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Nach der ersten Verkostung machen wir eine Führung über die Farm. Dabei erfahren wir, aus welchen Samen die Pflanzen entstehen und wie aufwendig es ist, die reife Frucht zu veredeln.

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Unser erster Weg führt in einen beeindruckenden Wald. Er ist nicht hoch gewachsen, aber mit allerlei Früchten behangen. Das sind Kakao-Früchte in verschiedenen Reifestadien. Rote und grüne sind noch unreif, aber die gelben Früchte können geerntet werden. Wie das geht, demonstriert unser Führer.

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Mit einem sicheren Hieb schlägt er die Frucht vom Baum. Sie landet auf dem Boden, wird eingesammelt und weiterverarbeitet. Doch wir naschen erst einmal. Denn auch unverarbeitet sind die Kerne ein Leckerbissen. Sie sind in einen weichen Fruchtmantel gehüllt, den man wunderbar genießen kann.

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Unter den Bäumen bekamen wir alles Wissenswerte zur Aufzucht und Pflege der Pflanzen erklärt. Wir erfuhren, dass keine Chemie eingesetzt und ökologisch gewirtschaftet wird. Sehr vorbildlich, wie wir finden. Gerade in Zeiten, in denen unsere Lebensmittel stark mit Pestiziden belastet sind, achte ich auf eine biologische Anbauweise. Deshalb freute ich mich besonders, dass das hier in der Dominikanischen Republik schon immer so gelebt wurde.

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Weiter ging es in eine kleine Show-Manufaktur. Hier wurde es richtig spannend! Wir bekamen jeden Verarbeitungsschritt an den Maschinen erklärt  und dann floss doch tatsächlich Schokolade!

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Dabei waren es zuvor noch braune Kerne! „Verrückt“, wie simpel die Produktion von Schokolade doch ist. Vor der Arbeit, die in einer Tafel Schokolade steckt, habe ich seither trotzdem mehr Respekt. Denn ich habe ja gelernt, wieviel Arbeit in Aufzucht, Ernte und Verarbeitung der Kakaofrüchte steckt. Natürlich gab es zum krönenden Abschluss noch Schokolade und Kakao, die ich mit vollen Zügen genossen habe.

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Fazit:

Von mir ein absolutes GO für „La Esmeralda“ und den Kakao-Pfad. Die Besitzer erklären sehr anschaulich und tragen mit Liebe alle Informationen vor. Ich habe die lehrreichen und leckeren Stunden sehr genossen. Von der wunderbar grünen Umgebung bis hin zur finalen Verabschiedung mit Musik habe ich jede Minute geliebt. Natürlich ganz besonders das Verkostungsfinale;). Wenn ihr also in der Dominikanischenen Republik unterwegs seid, solltet ihr euch diesen Besuch nicht entgehen lassen.

Du hast Lust bekommen, auch mal auf dem Kakao-Pfad unterwegs zu sein? Dann hilft dir dieser LINK weiter.

 

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