ZERO WASTE – AUS LIEBE ZU DEN BUCKELWALEN

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Vielen Dank, dass ihr bei meiner kleinen Umfrage mitgemacht habt! Auf Instagram und Facebook habe ich euch folgende Frage gestellt: „Benutzt ihr Plastikstrohhalme?“ 13% haben mit „Ja“ und 87% mit „Nein“ geantwortet. 88% möchten außerdem „Meer“ über Zero Waste erfahren.

Wer hat sie noch nicht gesehen, die schrecklichen Bilder von verendeten Seevögeln, Walen, Schildkröten. Sie sind an ihrem vollen Magen gestorben. Was sich in den Mägen der Tieren befindet, wurde von uns Menschen erschaffen. Plastik. Jeder sollte seine eigenen Verhaltensmuster bei der Nutzung von Plastik reflektieren, um sie anschließend nachhaltig umzuprogrammieren.

Wie kann man der Umwelt und damit auch unseren geliebten Meereslebewesen helfen? Zero Waste ist die Antwort! Seit ungefähr zwei Jahren beschäftige ich mich intensiv mit einem nachhaltigen Lebensstil und habe es geschafft, mir einen Zero Waste-Lifestyle aufzubauen. Das bedeutet, dass ich keinen Müll produziere. Ich kaufe nur unverpackt! Deswegen möchte ich euch heute ein paar Tipps an die Hand geben, die jeder zuhause umsetzen kann.

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Waschseife, Flüssigholz-Verpackung, Holzzahnbürste und Refill-Trinkflasche.

  1. Nutzt eine Refill-Trinkflasche. Damit könnt ihr überall Wasser nachfüllen, ohne dabei tausende von Plastikflaschen zu benutzen.
  1. Keine Shampoo-Flaschen mehr. Benutzt Seifen! Seifen werden unverpackt verkauft. Macht euch schlau, wo ihr in eurer Umgebung Naturseifen, Alepposeife und Haarwaschseife kaufen könnt. Meine Seifen transportiere ich in einer aus Flüssigholz hergestellten Verpackung. Diese ist zu 100% biologisch abbaubar – anders als Plastikverpackungen.
  1. Benutzt Holzzahnbürsten. Diese sind zu 100% kompostierbar. Bitte darauf achten, nur die Bürsten zu kaufen, bei denen die Hersteller auf Borsten mit nachwachsenden Rohstoffen zurückgreifen. (z.B. Rizinusöl). Benutzt zusätzlich Zahnputztabletten und nicht die verpackte Zahnpasta.
  1. Alu- und Frischhaltefolie müssen verboten werden! Bei mir gibt es Bienenwachs-Papier. Darin lässt sich jede Stulle problemlos transportieren und frisch halten. Das Papier ist abwaschbar und hält bis zu einem halben Jahr, je nach Gebrauch sogar länger.
  2. Der Jutebeutel ist dein bester Freund und sollte bei keinem Einkauf fehlen! Kleinere Beutel oder Netze aus Leinen, dienen zum Einpacken von Obst oder Gemüse. So gelingt jedem verpackungsfreies Einkaufen.
  1. Single-use-Plastik ist für mich Tabu. Wer abgepackten Käse oder Fleisch kauft, sollte ab sofort seine eigene Tupperware zum Einkaufen mitbringen. Die Ware kann dann von den Verkäufern an der Frischetheke darin verpackt werden.

Ein weises Sprichwort besagt: „Stop buying crap, and companies will stop making crap!“ (“Stoppt den Einkauf von unnützem Zeug und Unternehmen werden aufhören, dieses unnütze Zeug zu produzieren”)

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Wem all das als Anstoß noch nicht reicht, sollte sich über Mikro-Plastik informieren. Mikro-Plastik stellt nicht nur eine große Gefahr für alle Meeresbewohner, sondern letzten Endes auch für den Menschen dar. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in einer großen Symbiose mit allen Lebewesen leben. Plastik ist ein Beispiel, denn die schadstoffreichen Mikropartikel werden von Meerestieren, die ihre Nahrung aus dem Wasser filtern, aufgenommen. Nicht nur von den kleinsten Lebewesen, sondern auch von den Walen. Die aufgenommenen Toxine schaden den Tieren und gelangen über die Nahrungskette auch bis zu uns Menschen.

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FAKTEN:

> Jedes Jahr gelangen rund neun Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Ozeane. Rund 20% des Mülls stammt von Schiffen, der Rest gelangt vom Festland über Abwasserkanäle und Flüsse durch Windverwehung oder Eintrag über die Strände ins Meer.

> Meeresströmungen tragen das schwimmende Treibgut an entlegenste Orte. Zivilisationsmüll ist mittlerweile omnipräsent. Er findet sich an einsamen Stränden genauso wie am Meeresgrund der Antarktis.

> Auch größere Plastikteile zerfallen unter Einwirkung von Sonne und Salzwasser zu Mikropartikeln. Dabei wird ein toxischer Cocktail freigesetzt, unter anderem das hormonaktive und nervenschädigende Bisphenol A oder das krebserregende Styrol. Gleichzeitig absorbieren Plastikpartikel aus der Umgebung organische Schadstoffe wie Polychlorierte Biphenyle (PCB) oder das Insektizid DDT.

Wenn wir nichts dagegen tun, wird bis zum Jahr 2050 das Gewicht des Plastikmülls, der im Meer treibt, die Anzahl der Fische übersteigen, die darin leben.

GO ZERO WASTE und seid ein Vorbild. Aus Liebe zu den Walen!

Quellen: https://oneearth-oneocean.com/das-problem/

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